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Interesse durch Vorpremiere

Bei einem Vorschaugottesdienst (Preview) wird eine Gruppe eingeladen, um zu erleben, wie die neue Gemeinde später sein könnte. Es ist eine Vorschau auf das, was den Besucher später erwartet.
Vorschaugottesdienste geben deiner Gemeindegründung vor allem eines: Zeit! Zeit um vieles ein erstes Mal zu testen. Es ist ja alles neu. Der Ort. Die Technik. Der Ablauf.
Seit den Restauranttester-Serien wissen wir: Restaurants werden häufig auch erst einmal testweise  geöffnet, um die ersten Reaktionen wahrnehmen zu können und Zeit zu haben nachzujustieren.

Vorschaugottesdienste erlauben es, dass ihr als Team nachjustieren könnt.

Genau wie bei einer Vorab-Eröffnung eines Restaurants sehr gute Speisen und guter Service dazugehören, so sollten erste größere Veranstaltungen in der Gemeindegründung mit voller Hingabe gestaltet werden. Es geht nicht darum, zunächst mit halber Kraft zu starten, sondern direkt mit vollem Einsatz.

Vorschaugottesdienste erlauben es, sich als Startteam voll und ganz darauf zu konzentrieren.

Vorschaugottesdienste erlauben dir, eine gewisse kritische Masse Weiterlesen

Franchise Kirche: Multisite

Letzte Woche bin ich gefragt worden, ob es nicht viel sinnvoller ist „Multisite“ Gemeinden zu gründen. Ein paar Gemeindegründungsgedankensplitter … 😉

Eine Multisite Gemeinde ist eine einzige Gemeinde, aber in der Regel mit einem (Haupt-)Pastor und einem Leitungskreis. Eine Multisite Gemeinde feiert in der Regel aber die Gottesdienste zusätzlich zum Hauptcampus an unterschiedlichen Standorten.

Argumentation für Multisite …

Es liegt häufig folgende Argumentationskette zugrunde:

Wenn ich ein neues Café irgendwo an einer anderen Stelle der Stadt eröffne, dauert es Jahre, bis Menschen herausgefunden haben, dass ich nun dort bin. Selbst wenn sie es herausfinden, werden sie nicht meinen Espresso probieren, denn sie kaufen sich bereits ihren Kaffee in einem anderen Café, dass bereits vor Ort ist, nennen wir es „Cafékette Sternenbock“.

Auf der anderen Seite, wenn „Sternenbock“ einen neuen Standort eröffnet, werden sofort Hunderte von Menschen an diesem neuen Ort Stammgäste. Warum ist das so? Sie kennen bereits die „Sternenbock“ Marke und wissen, welche Auswahl an Kaffee es dort gibt und wie die Pappbecher schmecken.

Viele Gemeinden wären daher aus meiner Sicht zu einer Multi-Site-Strategie aus folgenden Gründen zu bewegen:

Eine eigenständige Gemeinde zu gründen kann Jahre dauern, bis diese wirklich selbstständig ist. Aber eine Erweiterung der etablierten größeren Gemeinde kann viel leichter entstehen. Statt mühsam mit einem kleinen Starteam sich zu fragen, wie Gemeinde an dem neuen Ort und Kontext aussehen könnte, kann man  mit vielen Besuchern am ersten Tag rechnen, weil viele die Hauptgemeinde bereits kennen und gut finden.

Aber ist dass wirklich sinnvoll?

In einer zunehmend kirchenfernen Kultur in Deutschland können auch die beste Anbetung und tollste  Gottesdienstqualität ihren Reiz verlieren. Natürlich, Gemeinden wie ICF oder weitere fahren – etwas sehr platt formuliert – genau eine solche attraktionale Strategie. Aber ist das die Zukunft oder Ausdruck einer perfektionierten Vergangenheit?

Die Popularität von vielen Amateurproduktionen z.B. bei Youtube Vlogs u.v.m zeigt, Weiterlesen

Mehrwert ist mehr Wert …

Seit einiger Zeit hören wir immer wieder den Satz: „Es soll einen Unterschied machen, ob die Gemeinde in unserer Stadt da ist oder nicht“.
An dieser Stelle hat sich bereits, so stelle ich fest, ein kleiner Paradigmenwechsel vollzogen.
Das Bild der kleinen Herde, die im Industriegebiet hinten – dritte Drahtrolle links – möglichst versteckt auf den Himmel wartet, hat sich gewandelt hin zu einer Gemeinde, die ein Teil der Gesellschaft sein möchte, bis dahin, dass sie diese zumindest regional mitgestaltet.

Und doch, wenn wir auf die Homepages vieler unserer Gemeinden schauen, finden wir dort eigentlich sehr egozentrische Botschaften:

„Komm in unseren Gottesdienst“
„Wir haben tolle Musik!“
„Wir starten mit einer neuen Predigtserie!“

Wir meinen es nicht so und doch haben unsere Einladungen einen tendenziell selbstbezogenen Charakter nach dem Motto: Schau, was wir Tolles für dich haben, es wird dein Leben verändern.
Und ich glaube, dass viele Events die wir ja auch mit viel Mühe planen, wirklich das Potential haben, Menschenleben positiv zu verändern. Natürlich!
Und doch machen viele Gemeinden von uns die Erfahrung, dass die Menschen sich so nicht einladen lassen. Wir können noch so viele Scheinwerfer auf uns selbst richten und Selfie´s von unserer tollen Veranstaltungslandschaft schießen.

„Die Mütter aus der Krabbelgruppe kommen einfach nicht in unseren Gottesdienst …“

heißt es dann gefrustet.

Wir scheinen aber neben aller Selbstbezogenheit auf der anderen Seite auch schon am Beginn eines neuen Weges zu stehen:
Freikirchliche Gemeinden wollen an vielen Stellen heute gesellschaftsrelevant sein, sie wollen einen Mehrwert bieten. Weiterlesen