Bei einem Vorschaugottesdienst (Preview) wird eine Gruppe eingeladen, um zu erleben, wie die neue Gemeinde später sein könnte. Es ist eine Vorschau auf das, was den Besucher später erwartet.
Vorschaugottesdienste geben deiner Gemeindegründung vor allem eines: Zeit! Zeit um vieles ein erstes Mal zu testen. Es ist ja alles neu. Der Ort. Die Technik. Der Ablauf.
Seit den Restauranttester-Serien wissen wir: Restaurants werden häufig auch erst einmal testweise geöffnet, um die ersten Reaktionen wahrnehmen zu können und Zeit zu haben nachzujustieren.
Vorschaugottesdienste erlauben es, dass ihr als Team nachjustieren könnt.
Genau wie bei einer Vorab-Eröffnung eines Restaurants sehr gute Speisen und guter Service dazugehören, so sollten erste größere Veranstaltungen in der Gemeindegründung mit voller Hingabe gestaltet werden. Es geht nicht darum, zunächst mit halber Kraft zu starten, sondern direkt mit vollem Einsatz.
Vorschaugottesdienste erlauben es, sich als Startteam voll und ganz darauf zu konzentrieren.
Vorschaugottesdienste erlauben dir, eine gewisse kritische Masse vor der eigentlichen Gründung/Eröffnung zu erreichen. In der Regel suchen Menschen in unseren Gottesdiensten auch Gemeinschaft. Sie würden wahrscheinlich nicht kommen, wenn sie dafür nicht offen wären. Und doch wirkt es für viele einengend, wenn dort nur 20 andere Besucher sind. Es hat so etwas von „auf dem Präsentierteller sitzen“. Man kann sich nicht verstecken, wenn man es wollte.
Vorschaugottesdienste erlauben es dir eine „kritische Masse“ zu erreichen, bevor du offiziell startest.
Wo liegt die „kritische Masse“ in Deutschland?
Das ist nicht einfach zu beantworten und ist auch sehr kontextabhängig. Grundsätzlich würde ich aber vorsichtig sagen bei 40 – 50 Personen.
Deutlich mehr wirken in der Anfangsphase natürlich sehr dynamisch und wecken zusätzliches Interesse.
Das Ziel ist es aber vor allem in jedem weiteren Vorschaugottesdienst mehr Gäste zu haben.
Wie erreiche ich die „kritische Masse“?
– In größeren Städten wäre es normalerweise nicht sinnvoll, mit einem Startteam von weniger als 20 Teammitgliedern zu beginnen.
– Jeder dieser 20 Teammitglieder kann zum Beispiel eine Liste erstellen von 5 Freunden/Bekannten/Vereinskollegen, die Interesse daran gezeigt haben, beim Start dabei zu sein.
– Übrigens wäre hier und anderer Stelle Gebet angebracht 😉
– Selbst wenn davon dann nicht alle kommen, ist eine Gesamtbesucherzahl von über 40 erwachsenen Personen zu erwarten.
Vorschaugottesdienste erlauben es, die eigenen Beziehungen in der Anfangszeit nicht zu vernachlässigen.
Vorschaugottesdienste starten in der Regel für mindestens drei Monate mit maximal einem Gottesdienst pro Monat. Warum nicht mehr? Wenn das Startteam noch klein ist, kann es die Vorbereitungen nicht leisten, wenn sie gleichzeitig noch Zeit haben wollen, um Beziehungen zu pflegen. Beziehungen sollten nie zulasten von Veranstaltungen vernachlässigt werden. Beziehungen müssen nicht nur individuell gepflegt werden. Gleichzeitig könnte jeweils ein paar Tage nach den Gottesdiensten ein „Rückkehr-Event“ oder auch „Mitmach-Aktion“ sehr viel Sinn machen. Leitend dabei ist die Frage: Wenn nun jemand im Gottesdienst war, der weiteren Kontakt sucht, wie wird dieser möglichst unkompliziert ermöglicht? Wo können Menschen dabei sein, ohne das irgendetwas von Ihnen erwartet wird?
Gemeindegründungsgedankensplitter, charmant einseitig und zum weiterdenken …